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30. September
bis 03. Oktober 2005
Freitag, 30. September 2005
Eigentlich hat mich London nie wirklich interessiert, für mich gibt es
viel mehr andere, interessantere Reiseziele, wo ich gerne einmal hin
möchte. Da wir aber zum runden Geburtstag meines Freundes von seinen
Eltern eingeladen wurden, sagten wir natürlich nicht nein...! ;-)
Bereits im Dezember 2004 haben wir alles gebucht. Leider war im
April/Mai nichts mehr zu bekommen, und so beschlossen wir, über den 03.
Oktober zu verreisen.
Das aller erste und leider nicht das letzte, was uns bei unserer Reise
etwas ärgerte war, dass wir unsere Getränke zu Hause vergessen hatten
und man im gesamten Düsseldorfer Flughafen im Bereich nach dem
Check-Inn keine kleinen Flaschen oder Dosen kaufen
kann!
Wir durchliefen einige spezielle Sicherheitskontrollen, unter anderem wurde unser Handgepäck zwei Mal durchleuchtet. Selbst beim
Boarding mussten wir noch einmal unsere Pässe vorzeigen, und beim Einstieg ins Flugzeug erneut unsere Boardkarten.
Ausführliche Tipps zu den Sehenswürdigkeiten erhaltet Ihr hier.
Der Airbus 319 von British Airways war ein echtes Desaster, war doch
alles so eng und die Sitze - vor allem die Kopfstützen - richtig
unbequem! Als Catering gab es beim Einsteigen eine Papiertüte mit einem
kleinen belegten Baguette, einem Apfel, einem Joghurt und einem kleinen
Trinkpäckchen Saft. Während des Fluges wurde noch Tee und Kaffee
ausgeschenkt.
Der Flug verlief relativ angenehm und ruhig, allerdings muss man sich
bei British Airways erst die letzten 10 Minuten vor der Landung
anschnallen. ;-) Der Flieger war recht schnell und statt 1:25 h schon
in einer Stunde dort! Dafür haben wir aber dann noch zwei
Warteschleifen drehen müssen...
Weiter ging es auf dem großen Heathrower Flughafen: Was für ein weiter
Weg, um zu den Gepäckbändern zu kommen! Nachdem unser Gepäck nicht
ankam, und wir es schon als vermisst melden wollten, sahen wir es dann
durch Zufall auf einem anderen Band von einem Stockholmer Flug seine
Runden drehen...
Wenig später kamen auch die Eltern meines Freundes, Elke und Jürgen,
aus Berlin an, und wir machten uns zu viert auf den Weg in`s Hotel.
Vorher schon den U-Bahn Plan in unserem Reiseführer studiert, war es
ein leichtes, nach Paddington zu kommen. Wir mussten nur einmal
umsteigen, und fuhren ca. eine Stunde. Ab der Station Paddington waren
es dann noch mal ca. 10 Minuten Fußweg zum Hotel, welches von außen
äußerst nobel
wirkte!
Wir checkten im 3 Sterne Hotel Best Western Paddington Court
ein und betraten unser Zimmer: ein Schock! Das Zimmer war total
klein, man konnte sich kaum drehen und wenden, das kleine französische
Bett stand in einer Nische; durch das Fenster hinaus zu einem Schacht
kam kaum Tageslicht herein. Wir entdeckten eine kleine Kommode mit
einem staubigen Ventilator und eine kleine Kammer 20x30cm, die als
Schrank dienen sollte, wo aber bereits ein Bügelbrett drin stand.
Ach ja: und eine Bibel gab es auch! Das Bad war total winzig und man
hatte echt Glück, dass man allein dort überhaupt rein passte, in diesen winzigen Raum
ohne Fenster und Luftabzug! Okay, für uns stand fest: Zimmer wechseln -
schleunigst hier weg!
Nachdem wir uns das Zimmer von Elke und Jürgen angeschaut hatten,
waren wir noch fester entschlossen, das Zimmer zu wechseln. Denn
scheinbar gab es auch geräumigere Zimmer mit Tageslicht und
Kleiderschrank.
Zur Hotelbewertung des Best
Western Paddington Court gelangt Ihr hier.
Leider war das Hotel komplett ausgebucht und man versprach uns für den
nächsten Tag ein anderes Zimmer. Die Reklamation war übrigens der
Horror, denn in gesamt London spricht keiner auch nur ein Wort deutsch!
Unser ziemlich eingerostetes Englisch brachte uns nicht sehr weit, und
dabei waren wir noch am Flughafen der Meinung, dass wir keinen
Sprachführer
bräuchten... ;-)
Wir machten uns kurzerhand auf zu Madame Tussauds, denn wir hatten
einen festen Sightseeing-Plan, um möglichst alles sehen zu können, was
wir sehen wollten. Wir liefen ca. 20-30 Minuten zu Fuß, und waren auch
schon dort! Der Weg dort hin war nicht sonderlich toll, und ich fragte
mich ab und an, ob ich nicht zufällig in einer Deutschen Großstadt war.
Der erste Eindruck von London war enttäuschend. Die Hauptstraßen total
laut, und überall stank es nach Abgasen! Naja gut, man muss ja nicht
unbedingt dort lang laufen, aber meist sind dies die einfachsten Wege zu
den verschiedensten Sehenswürdigkeiten, weil diese auch beschildert
sind.
Madame Tussauds
Madame Tussauds war wirklich toll, wir brauchten (ohne Chamber live)
mit Planetarium ca. 1 ½ Stunden. Es ist dort drin wirklich wahnsinnig
groß, und alles ist etwas nach „Sparten“ unterteilt. Zuerst kamen wir
zu den Stars und Sternchen: George Clooney, Brad Pitt, Angelina Jolie,
Kylie Minogue, Britney Spears, Tom Cruise, Colin Farrell, Nicolas Cage,
Madonna & Co... Es gab mehrere verschiedene Hallen. Außerdem sahen
wir: Charlie Chaplin, Marilyn Monroe, Prince Charles & Co., Gerhard
Schröder, George Bush, Jamie Oliver, Einstein, Napoleon, Picasso, van
Gogh, und viele, viele mehr... sogar verschiedenste Folter-Werkzeuge/-Methoden aus dem Mittelalter
wurden mit Wachsfiguren nachgestellt.
Die Figuren waren wirklich spektakulär,
originalgetreu und haben uns sehr begeistert! Manchmal habe ich
wirklich gedacht: Ist der jetzt echt, oder...?! Trotz dass es voll war,
kam man überall gleich dran, um Fotos zu schießen, an diesem Nachmittag
haben sich die Leute dort sehr gut verteilt, aber es ist ja auch wie
gesagt sehr groß dort
Es kann einem übrigens
passieren, dass man einfach so Leute anstarrt, die nicht dazu gehören.
Aber auch selber Schuld, was müssen sich denn manche Leute auch einfach
reglos zwischen die Wachsfiguren stellen! ;-)
Im Anschluss an Madame Tussauds besuchten wir das Planetarium,
man kommt direkt dort hin, es ist im selben Gebäude. Chamber of Live
hatten wir nicht mitgebucht. Die meisten Tickets allerdings enthalten
gleich den Zutritt zum Planetarium, zumindest dort wo wir sie gekauft
hatten (Internet). Die Vorstellung im Planetarium deuerte nicht recht
lange, war aber dennoch sehr interessant und man bekam einen Einblick
in unser Planetensystem. Wer im englischen jedoch nicht ganz fit ist,
sollte es vielleicht sein lassen, da man nicht viel verstehen wird...
Da wir Nachmittags dort gewesen sind, erlebten wir überhaupt keine
Warteschlange.
Fazit:
Anfangs fanden wir den Preis doch ziemlich happig, wollten aber
natürlich unbedingt hin, und ich muss sagen: Es hat sich wirklich
gelohnt! Dies sollte man in London auf keinen Fall versäumen!
Geschichte
Madame Tussauds:
Die Gründerin Marie
Grosholz,
spätere Tussaud, modellierte alles, was prominent war. Manche der Köpfe
saßen noch auf dem Hals, andere nicht mehr. Während der französischen
Revolution nahm sie für das Revolutionsmuseum Wachsabdrucke von
Gesichtern der Hingerichteten ab (z.B. vom Königspaar). Sie gründete
1770 in Paris das Wachsfigurenkabinett und ging damit 1802 nach
Großbritannien.
Öffnungszeiten und Preise:
Vor Ort muss man einen beachtlichen Preis von 21.00 Pfund p.P. bezahlen! (evtl. Saisonabhängig, Preis Stand 10/2005)
Dies sind umgerechnet über 30,00,- Euro!
Öffnungszeiten:
Mo – Fr 9:30 bis 17:30
Sa/So: 09:00 bis 18:00 Uhr
http://www.madame-tussauds.co.uk/
Wir haben allerdings im Internet die tolle Seite www.london.de gefunden, wo wir sämtliche Sightseeing Tickets bestellt haben,
hier kostete ein Ticket nur 24,00 Euro (inkl. Planetarium, exkl. Chamber live).
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